Allzu einfach sollte man sich das nicht vorstellen, denn auch Carports aufbauen kann zu einer Wissenschaft für sich werden. Gerade unter den Hobby Handwerkern lautet das Motto: „Do it yourself“! Allerdings kann sich ein solcher Aufbau schon recht schwer gestalten. Hierfür sollte man die mitgelieferte Aufbauanleitung genauestens studieren. Aber auch genügend Helfer sollten einem hilfreich zur Seite stehen. Da jedoch die Aufbauanleitungen mancher Hersteller recht lückenhaft sind, sollte man schon einige Erfahrungen aufweisen können. Besitzt man diese nicht, dann kann sich die Montage des Carports über einen langen Zeitraum hinziehen. Schließlich ist ein Carport nicht nur eine einfache Kommode, die man innerhalb kurzer Zeit und alleine aufbauen kann.
Bei der Montage eines Carports sollte man Schritt für Schritt vorgehen. Dafür müssen zunächst einmal Löcher in das Erdreich gebohrt werden, diese sollen die Bodenfundamente werden. Hier werden dann später für die Ständerpfosten die Bodenanker eingeschlossen. Da man hierfür spezielle Bohrer benötigt, sollte man sich diese beispielsweise bei einem Maschinen-Mietservice ausleihen. Dann werden alle Seitenteile auf dem Boden ausgelegt und an den vorgegebenen Zapfenverbindungen zusammen gesteckt. Damit man sich die Arbeiten erleichtern kann, sollten die Ständer so hingelegt werden, dass sie in Richtung Ständerloch mit dem Stahl-Bodenanker liegen, so wird man keine unnötige Kraft und Zeit verschwenden. Dann werden die Seitenteile verschraubt. Mit dem anderen Seitenteil unternimmt man noch einmal dieselben Arbeitsschritte.
Sind die Seitenteile verschraubt, so werden diese aufgerichtet und in ihre ungefähre Stellung gebracht. Jetzt werden sie provisorisch fixiert, entweder mit Nägeln oder Schraubzwingen. Für jeden Bodenanker muss eine Hilfskonstruktion gefertigt werden. Hierfür eignen sich Balkenreste oder Latten. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass der eingesetzte Ständer in jeder Richtung ausgerichtet werden kann. Nun müssen die Seitenteile in Lot gerichtet werden, genauso im rechten Winkel und in einem korrekten Abstand. Zu Hilfe kann man das altbewährte Senklot nehmen und ein Maßband ist ebenfalls erforderlich. Identisch müssen die beiden diagonalen Maße sein.
Nun werden die Querverstrebungen eingesetzt und verschraubt, dann wird die Firstpfette aufgesetzt, natürlich mit ihren Kopfbändern und verschraubt. Steht soweit alles, sollte nochmals die Grundkonstruktion gemessen und notfalls ausgerichtet werden. Somit können keine Spannungen entstehen. Jetzt können die Arbeiten des Daches beginnen. Danach werden die Dachsparren eingesetzt und alles fest verschraubt. Die Führungsprofile müssen bündig zum Firstprofil aufgeschraubt werden. An den unteren Stirnseiten wird auf beiden Seiten ein Abschlussprofil gesetzt und verschraubt. Jetzt kommt es auf das Material des Daches an, denn hier wird man viele Varianten finden.
Wem das allerdings alles zu aufwändig ist, der sollte besser den Service der Händler nutzen und die Carports aufbauen lassen. Zum Einen gehen diese Arbeiten bei den Fachleuten viel schneller voran und zum Anderen ist man auf der sicheren Seite mit den Garantieansprüchen. Denn sollte etwas bei der Montage nicht richtig ausgeführt worden sein, dann wird man die Mängel im unsachgemäßen Aufstellen suchen. Als Hobby Handwerker besitzt man nun einmal nicht die Erfahrungswerte, wie die Profis vom Fach, die das täglich machen. Die dadurch gewonnene Zeit kann man auch anderweitig nutzen und längst fällige Arbeiten am oder im Haus in Angriff nehmen.
